Samstag der 18.07.09
Am Vorabend wurden uns ja gesagt, wir könnten nicht dort beim Brunnen liegen und haben uns deswegen auf eine Bank daneben gesetzt und haben da geschlafen.
Um 7:45 wurden wir mit den Worten "hey! You are not allowed to sleep here!" viel zu früh aus unseren Träumen gerissen. Vor uns standen zwei bullige Polizisten.
Leicht verärgert sind wir dann von dem Platz weggegangen und bald im "Green Park" angekommen. Es war noch sehr früh und auch noch nicht richtig hell.
Als wir uns dann auf zwei Parkbänke gelegt haben, waren in dem Park auch so gut wie keine Menschen. Es kam mir nur wie wenige Minuten vor, die ich noch geschlafen hatte, aber als ich wieder aufwachte war es sehr heiß, weil die heiße Mittagssonne geschienen hatte und der ganze Park war proppevoll mit Leuten.
Unsere aktuelle Geldsituation sah übrigens so aus, dass wir ungefähr 2Pfund mehr hatten als wir für den Bus brauchten. Das war die ganze Zeit ein ziemlich bedrückender Faktor, welchen ihr euch in jeder Situation die ich beschreibe dazu denken müsst! Denn das führte dazu, dass wir so gut wie immer hungrig waren.
Durch die mangelhafte Nahrungsversorgung haben uns auch schon oft die kleinsten Sachen enorm angestrengt. Ähnlich als wir dann den Park verlassen wollten und nur ungefähr 100 Meter gegangen waren, wir waren total erschöpft und mussten erstmal Pause machen. Da kam es uns sehr gelegen, dass irgendwelche Leute in der Zeit in der wir noch im Park geschlafen hatten ganz viele Liegestühle auf einer Wiese im Park aufgebaut hat. Wir setzten uns in zwei rein und ruhten uns erstmal noch ein bisschen aus.
Allerdings nicht zu lange, denn es sollte bald ein kleiner Inder mit einem großen Kasten vor seinem Bauch zu uns kommen und uns darum beten unsere Gebühr für die Liegestuhlbenutzung zu zahlen! Eine absolute Katastrophe!! Sollten wir unser letztes Geld für Essen jetzt für sowas ausgeben? Wir erklärten ihm, dass wir nicht wussten, dass man dafür zahlen muss und zum Glück war er dann auch kulant genug uns einfach zu beten zu gehen.
Nun gingen wir erstmal wieder zu Tesco. Leider mussten wir feststellen, dass unser tolles 80pence Brot ausverkauft war und müssten deswegen zu dem sehr teuren 1.24Pfund Brot greifen! Diese Investition wurde einige Minuten durchdacht, bis wir zum Schluss kamen, dass wir kaum eine Wahl hätten. Also kauften wir das high-roller Brot.
Auf dem Weg nach Hause, könnte man fast schon sagen, also auf dem Weg zum Trafalgar Square stellten wir allerdings fest, dass unten in der Mitte des Brotes ein kleiner Punkt Schimmel war! Ich weiß bis heute nicht, warum wir nicht eine Sekunde daran dachten, das Brot zurückzubringen. Jedenfalls setzten wir uns enttäuscht mit dem Gammelbrot auf den Rasen vor dem Museum und versuchten uns, aus dem Hunger, gegenseitig davon zu überzeugen, dass der Schimmel nicht so schlimm sei. Das sei ja nur ganz wenig, und ganz in der Mitte, wenn wir nur vom Rand essen... und so weiter.
Schlussendlich aßen wir dann von dem Rand, so das bald ein Drittel von dem Brot weg war. Leider auch erst ein Zehntel von dem Hunger.
Diese ganze Unternehmung hatte uns aber schon wieder so angestrengt, dass wir dort erstmal ein Nickerchen gemacht haben. Als wir dann nicht viel später aufwachten, mussten wir leider feststellen, dass sich ein Schwarm von ca. 20 Tauben über unser restliches Brot hergemacht hatte, alle hingen an dem einen Laib. Auch wenn uns der Schimmel jetzt noch egal gewesen wäre, nach dieser Aktion war uns der Appetit restlos vergangen und wir schmissen das Brot weg.
Nun lagen wir erstmal eine Weile deprimiert rum bis ich es nicht mehr ertragen konnte und die Initiative ergriff, dass wir beide jetzt zu dem Lovebox Festival gehen würden, von dem Ed uns erzählt hatte. Dort gäbe es immerhin schonmal was zu trinken (wollte Ed uns ja ausgeben, read pt.1) und vielleicht auch irgendwie was zu essen! Allerdings war alles was wir wussten, dass dieses Festival im "Victoria" Park sei. Nun machten wir uns auf den Weg und fragten an einem Infostand in einer Ubahnhaltestelle, wo denn der Victoria Park sei. Nach seiner Erklärung folgte unsere Erklärung, dass wir nicht vorhatten mit der Ubahn dorthin zu fahren, sondern zu Fuß zu gehen. Nach einem prüfendem, leicht verwundertem Blick hat er uns dann den ziemlich langen Weg erklärt.
Es dauerte ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde, bis wir in dem beschriebenen Park ankamen, allerdings nur wenige Sekunden bis wir uns sicher waren, hier kann das Festival nicht sein. Der Park war viel zu klein, vielleicht ein bisschen kleiner als ein Fußballfeld.
Wir fanden herraus, dass das wo wir waren irgendwas mit "Victoria Gardens" hieß und vermutlich mit dem Park verwechselt wurde. Wir fragten nun einige Leute ob sie den richtigen Victora Park kennen würden, wegen eines Rockfestivals. Eine Frau meinte dann, dass wohl der Hyde Park gemeint sei. Der war in der Nähe und dort gäb es häufiger Veranstaltungen.
Da das momentan so ziemlich unsere letzte Hoffnung war, versuchten wir nun dorthin zu kommen. Nach einer Weile marschierens fragten wir einen Polizisten wo das sei, er deutete in die Richtung aus der wir gekommen waren und meinte, dass es zu Fuß sehr weit sei, noch hinter dem Buckingham Palace.
Da wir allerdings kaum eine Wahl hatten machten wir uns auf den Weg.
Hätte ich da schon geahnt, dass vor mir mein gefühlt längster Fußmarsch meines Lebens liegt. Ich bin die Strecke eben mal ungefähr mit Google Earth abgegangen und erhielt eine Angabe von 5.1KM. Das ist mit Gepäck und leerem Magen eine ganz schön weite Strecke! Vorallem wenn einen nach diesen 5.1KM nur ein riesiger, aber ziemlich leerer Hyde Park ohne Festival erwartet...
In dieser Verzweiflung kam uns aber eine großartige Idee! Jedenfalls dachten wir das da. Die Idee war absoluter Murks, aber das hatten wir irgendwie nicht so richtig verstehen können, wir sahen nur eine eventuelle mögliche Lösung unserer Probleme. Wir dachten, Ed ist unsere Lösung! Er hat nicht nur Essen, sondern auch eine Wohnung wo wir vielleicht eine Nacht auf dem Boden schlafen können uns ausserdem weiß er wo der Victoria Park ist! Was daran so murksig ist? Soweit noch gar nicht mal so viel, aber das war auch nicht die Idee. Die Idee betraf das Problem, dass Ed am anderen Ende der Stadt wohnte und wir uns eine Fahrt für 4 Pfund einfach nicht leisten konnten.
(kleine Korrektur, wir hatten zu diesem Zeitpunkt etwas weniger als 20 Pfund, erst dachten wir nämlich wir könnten mit einem 8Pfund Bus fahren und mit unseren knapp 2 Pfund über dem Minimum waren das halt ungefähr 17-18Pfund, sry, wenn ich sonst meinte wir hatten 2 Pfund über, also 22, waren dass dann 18)
Aber jetzt zu der murksigen Idee: wir dachten, wir würden einfach 5Pfund im Roulette verdoppeln, damit könnten wir die Fahrt bezahlen!! Die Idee erschien uns so super, weil wir noch zwei ersatzpläne hatten. Sollten wir die 5Pfund nicht verdoppeln, nehmen wir weiter 5 Pfund und versuchen diese zu verdreifachen. Damit wären wir trotzdem noch 5Pfund im Plus. Und sollte das auch nicht klappen, würden wir unser wirklich allerletztes Geld nehmen um damit den Bus zu bezahlen und einfach Ed die ganze peinliche Geschichte erklären und ihn irgendwie um Hilfe bitten.
Also machten wir uns auf den Weg zum Casino. Das kannten wir schon von vorher und wussten auch, dass man dort keinen Eintritt zahlen muss. Das hieß aber auch, dass wir wieder die 5.1KM fast ganz zurückgehen mussten. Und immernoch mit leerem Magen. Wir hatten leider nicht viel, ausser unserer Freundschaft, ein wenig Hoffnung und vorallem großem Hunger.
Nach diesem weiteren anstrengenden Marsch kamen wir bei dem Casino an. Dort war unsere Erschöpfung allerdings wie von uns genommen, wir waren so aufgeregt, dass an Erschöpfung gar nicht mehr zu denken war. Wir gingen also rein und durften unser Gepäck zum Glück umsonst aufgeben. Danach ging es in den Saal mit den Tischen. Es war ein Rieeesengedränge. Alles war voll mit Menschen. Wirklich dicht an dicht. So quetschten wir uns also durch die Massen auf der Suche nach Roulette. Das Unangehme war daran, dass wir fürchteten, wir könnten die Leute mit unserem, naja, unserem Gestank belästigen. Immerhin hatten wir schon länger keine Dusche mehr gehabt.
Als wir dann beim Roulette Tisch ankamen ging der Puls ziemlich in die Höhe! Das ging nich einfach nur um ein bisschen Geld, das ging so ziemlich um die ganze Reise! Ich tauschte unseren letzten Geldschein, ein 10 Pfund Schein beim Croupier ein und bekam zwei 5Pfund Chips dafür.
Ungefähr als ich einen der beiden Chips aufs rote Feld legte sprach mich so ein Typ an, welcher wirkte als ob er häufig im Casino sei und dort versucht mit Leuten Gespräche anzufangen um nicht so einsam zu sein. Er fragte uns, als er merkte wir gehören zusammen, ob wir heute Nacht viel verlieren würden. Gar nicht auf ihn konzentrieren könnend versuchte ich ihm beiläufig zu erklären, dass wir hoffentlich nur ein und maximal zwei Spiele spielen würden. Da rollte aber dann schon die Kugel und meine ganze Konzentration lag auf dieser blöden alles entscheidenden Schüssel mit der Kugel drin.
Die Sekunden welche es dauerte bis das Surren der rumlaufenden Kugel zu einem klacken der rumhüpfenden und gleich zum liegen kommenden Kugel wirkten wie Minuten. Klack Klack Klack.
19 - Rot Gewinnt!!
Den lauten Jubelsschrei konnte ich mir verkneifen, ein megafistpump allerdings nicht!! Ich dreht mich um und hüpfte breit grinsend auf Michel zu, welcher die Kugel nicht sehen konnte und auf meine Reaktion warten musste. Wir hüpften triumphierend ein bisschen herum und dann nahm ich die beiden gewonnenen 5 Pfund Stücke und wir liefen schnell zum Auszahlen.
Es war schon Abends als wir das Casino verließen, etwa 21-22:00Uhr. Wir suchten dann eine Bushaltestelle an der die Linie fuhr in die uns Ed am ersten Tag gesetzt hatte. Das dauerte zum Glück nicht sehr lange und bald fuhren wir schon sehr entspannt Richtung East London zu Ed.
Die Fahrt dauerte wieder ungefähr eine Stunde, als wir allerdings ankamen mussten wir feststellen, dass die Stationen in die jeweiligen Richtungen nicht gegenüber liegen. D.h. wir sind irgendwo angekommen, wo wir vor ein paar Tagen nicht losgefahren sind - und wussten auch nicht wo wir eigentlich sind. Aber das sollte ja kein zu großes Problem darstellen dachten wir uns und gingen los. Was allerdings folgte, ist mit dem Wort "unheimlich" noch längst nicht ausgedrückt.
Die Gegend in der wir uns befanden war ein absolutes Ghetto, die Häuser waren sehr klein und ziemlich heruntergekommen. Es war schon dunkel und es waren wirklich keine, aber auch gar keine Menschen zu sehen. Es wirkte wie ausgestorben. Richtig schlimm wurde es allerdings, als dann von hinten ein Auto kam und als es an uns vorbeifuhr ganz langsam wurde. Wir fühlten uns beobachtet und sahen die Parallelen zu Drive By Shootings aus GTA San Andreas.
Aber das Auto fuhr weiter.
Als wir eine Weile gelaufen waren, bemerkten wir, dass wir jetzt schon viel zu weit waren, Eds Wohnung war ziemlich nah an der Bushaltestelle gewesen und soweit wie wir schon gelaufen sind, wären wir schon darüber hinaus gelaufen. Also mussten wir in die falsche Richtung gelaufen sein. Wir nahmen die nächste Straße links um wieder zurückzukommen. (anstatt einfach den Weg zurück zu gehen, wir Strategen)
Nun folgte die bis dahin unheimlichste Situation unseres Trips. Ein Auto fuhr sehr langsam, ungefähr doppelte Schrittgeschwindigkeit an uns vorbei. Als es dann 20 Meter vor uns war bremste es und hielt an. Dann setzte es zurück, es kam auf uns zu. Ohne so wirkend zu wollen berieten wir in naher Todesangst ob wir weglaufen sollten. Aber da war es schon zu spät, das Auto fuhr seitlich, rückwärts in eine Einfahrt in die Garage. Die Leute wohnten da obv. und wollten nur nach Hause. Falscher Alarm. :D
Als wir nun weitergingen waren wir aber trotzdem noch sehr ängstlich. Wir gaben gegenseitig wörtliche Zitate von Ed wieder, die er uns als Tipps am Anfang des Trips gegeben hatte. Dadrunter fielen Gegenden in denen man sich Nachts nicht aufhalten sollte, da fanden wir es noch ein bisschen lustig als er dadrunter auch sein Viertel beschrieb, jetzt war uns das Lachen leider vergangen. Ausserdem meinte er, das sei besonders für Toursiten gefährlich, die werden am meisten überfallen. Wir blickten gegenseitig unser Gepäck an, ein Schild über unserem Kopf: "Hello we are tourists!!" hätte uns nicht noch mehr kennzeichnen können.
Bald waren wir wieder am Ausgangspunkt, dort wo wir vor einer halben Stunde aus dem Bus gestiegen sind. Wir entschieden uns diesmal in die andere Richtung zu gehen. Und kurz darauf standen wir an der Bushaltestelle von vor ein paar Tagen wo Ed uns hingebracht hatte! Selten war mir das Gefühl der Erleichterung so schön vorgekommen!
Die Straßen waren hier auch ein bisschen belebter. Auffällig war allerdings, dass ausnahmelos jeder Mensch den wir sahen schwarz war.
Es dauerte auch nicht mehr lang bis wir das Haus von Ed fanden. Als wir vor der Tür standen stutzten wir allerdings ein wenig. Es befanden sich dort überhaupt keine Klingelschilder oder Klingeln. Nur ein Eingabefeld mit den Zahlen 0-9 und einer Taste zum Bestätigen. Wir erinnerten uns wie Ed zum reinkommen keinen Schlüssel benutzte, sondern einen Code eingab. In dem Moment ging gerade ein Schwarzer zu diesem Nummernfeld und nach einer kurzen Eingabe summte die Tür. Er öffnete sie und fragte uns, ob wir nicht jetzt auch reinkommen wollen. Unsere Chance sehend kamen wir natürlich mit rein.
Es war zu diesem Zeitpunkte ungefähr 00:30 Uhr. Wir gingen in den Fahrstuhl und fuhren in den dritten Stock, in den zweiten? Wir waren uns plötzlich nicht mehr sicher in welchem Stock Ed wohnt. Wir fuhren erstmal in den zweiten Stock. Den Weg von dem Fahrstuhl zur Wohnung wussten wir noch, einmal durch das schmale Treppenhaus nach hinten rechts. Als wir den Fahrstuhl verließen sahen wir den Weg vor uns, welcher von drei Schwarzen versperrt war, welche sich dort unterhielten. Und sie sahen uns, der vorderste blickte uns prüfend von oben nach unten an. Sie sahen leider weder freundlich noch hilfsbereit aus. Aber um die Situation irgendwie zu lösen, fragte ich sie, ob sie einen Ed kennen würden. Der Vorderste machte einen Schritt auf mich zu und erklärte mir zischend, dass er hier keinen Ed kennen würde. Der Tonfall wirkte als ob er mir klar machen wollte, dass er genau wüsste, dass ich wüsste, dass es hier keinen Ed gibt und ich ihm gefälligst den wirklichen Grund sagen soll warum ich hier bin. Innerlich zwar nur von Angst erfüllt, blieb ich äusserlich cool und ging dann mit Michel die Treppe in den dritten Stock. Vor der Tür stehend (wo es weder ein Namensschild noch eine Klingel gab) waren wir uns ziemlich sicher, dass dies der richtige Stock sei.
Alles was es dort allerdings gab, war so ein Klopfer. Also klopften wir damit an die Tür. Es war zweifelthaft, ob man das in der Wohnung überhaupt hören konnte. Und es machte uns auch niemand auf.
Nur guckte uns plötzlich vom zweiten Stock über die Treppe ein Mädchen an und ging dann wieder weg, wir hörten wie es sagte "Daddy, who are the strangers up there?", kurz darauf blickte uns dann neben dem Mädchen auch noch sein Daddy an, es war keiner von den dreien von eben. Aber auch er blickte mich fragend an, wieder fragte ich, ob er einen Ed kenne. Er meinte nein und wir gingen schnell zum Fahrstuhl und nichts wie raus.
Es war ungefähr eins und wir saßen vor dem Haus auf einer kleinen Mauer. Unsere Optionen waren nicht so rosig.
1) in dem Ghetto schlafen wo wir nachts mindestens ausgeraubt, wenn nicht sogar getötet werden. Geht gar nicht.
2) Nochmal 4 Pfund ausgeben und zurück in die Stadt, allerdings haben wir dann kein Geld und auch keine anderen Aussichten. Geht auch nicht.
3) Ed meinte, dass er Samstag und Sonntag von 13:00 bis 23:00 arbeiten würde, also müssten wir die Nacht vor dem Haus warten und wenn er morgens wieder zur Arbeit geht ihn abfangen.
Nummer drei war unsere einzige wirkliche Möglichkeit, es dürfte allerdings schwer werden nicht einzuschlafen und auch wach war es nicht die tollste Gegend in der man sich jetzt befinden wollte.
Wir mussten allerdings gar nicht lange warten. Also eigentlich so überhaupt nicht! Wir saßen wirklich keine fünf Minuten vor dem Haus, hatten noch nichtmal alle Optionen richtig abgewägt als plötzlich Ed kam! Er war nach der Arbeit noch mit Kumpel irgendwo gewesen und kam erst jetzt nach Haus!!
Er war natürlich erst ein bisschen überrascht uns dort anzutreffen. Dann erklärten wir ihm unsere Lage. Er meinte, dass er jetzt grade Gäste habe (er deutet auf seinen Freund), aber er uns den Weg zum Victioria Park beschreiben könnte. Obwohl das nicht unsere Traumlösung war, waren wir jetzt auch nicht so frech uns damit nicht zufrieden zu geben, es war auch so ein Riesenglücksfall.
So machten wir uns also auf den weg in den Park. Auf dem Weg fragten wir zwei Jugendliche, wo das sei. Sie fragten uns, ob wir die aftershowparty meinten, oder das festival. Wir meinten das festival, obwohl uns klar war, dass es komisch wirken würde, wenn wir um diese Zeit noch zum Festival wollen. Wir meinten dann, dass wir jemanden kennen würden, der dort arbeitet. Sie meinten, dass sie dort auch arbeiten, als Litter Picker, also Müllsammler. Dann zeigten sie uns den Weg und wir gingen dort hin.
Als wir in dem Park ankamen war dieser riesig! Es war aber auch schon stockfinster, deswegen konnte man die wirkliche Größe gar nicht so richtig abschätzen. Wir sahen aber an einer Stelle Lichter und gingen dorthin.
Wir kamen zu einem Gebiet, welches durch 3 Meter hohe Wände lückenlos abgesriegelt war. Wir waren uns ziemlich sicher, dass das das Festival sein müsste. Ich tatschte gegen die Wand um zu sehen aus welchem Material sie ist. Es schepperte laut, die Wände waren aus Metall, welches bei Berührung ziemlich laut schwingte. Ein Versuch dort rüberzuklettern würde sicherlich viel Aufsehen erregen.
Im Dunkeln liefen wir nun um diese Abschirmung rum und suchten eine Möglichkeit reinzukommen. Wir waren aber mittlerweile schon total am Ende unserer Kräfte, wir hatten heute nichts ausser einem bisschen Brot von einem schimmligen Laib gegessen. Wir beschlossen relativ bald, dass es zu schwierig wäre dort reinzukommen und dachten, wir würden uns das morgen im hellen mal angucken, aber jetzt müssten wir erstmal schlafen.
Wir packten um mittlerweile 2:30 Uhr unsere Schlafsachen aus und legten uns hin.
Montag, 17. August 2009
London 10€ Tripreport Part 3
Eingestellt von carl um 12:49
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6 Kommentare:
eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeepic
okay awesome
tl; dr :P
Primel
ich freue mich schon auf den nächsten teil carl.
Mir fehlen die Worte, um es zu kommentieren, aber ich freue mich schon auf den nächsten Teil ;-)
"ihr Strategen" ???
high-roller Brot ist mein Favorit
Looking 4 part 4
Ich bleibe dabei... echt krank, aber auch ziemlich episch! :-D
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